Neue Paradigmen der Wirtschaft

Die Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte unterliegen heute mehr denn je zuvor kontinuierlichen Veränderungen. Themen wie Digitalisierung und Industrie 4.0 sind in aller Munde. Zugleich verändert sich die Erwartung vieler Arbeitnehmer zunehmend. In Zeiten des viel zitierten und in manchen Branchen realen Fachkräftemangels, müssen sich die Unternehmen auf diese veränderten Rahmenbedingungen einstellen. Insbesondere Firmen, deren Wertschöpfung durch Wissensarbeit stattfindet, konkurrieren verstärkt um die besten Mitarbeiter.

Starre, hierarchisch geprägte und autoritäre Führungskonzepte gelten als überholt und werden zunehmend durch moderne, agile Formen der Zusammenarbeit abgelöst. Um die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen sicherzustellen und den kontinuierlichen Wandel der Arbeitswelt erfolgreich zu gestalten, sind Änderungsbereitschaft, Kreativität und Sozialkompetenz von elementarer Bedeutung.

Alte und neue Formen der Zusammenarbeit

Exemplarisch für den Wandel der Arbeitswelt steht das Projektmanagement. Ganze Generationen von Firmen arbeiten bis heute nach dem sog. Wasserfallmodell, also dem phasenweisen Abarbeiten vordefinierter linearer Projektpläne in strikter Aufgabenteilung. In einem Wirtschaftsumfeld in dem Komplexität und Geschwindigkeit immer mehr zunehmen, erreicht dieses klassische Vorgehensmodell seine Grenzen.

Daher kommt man an Begriffen wie Agile, Lean etc. nicht mehr vorbei. Bei Lean („Eliminate Waste!“) wie auch bei Agile („Deliver fast!”) geht es um das Vermeiden unnötiger Arbeitsschritte mit dem Ziel schnellerer Ergebnisse bei besserer Qualität. Beiden Ansätzen gemein ist die Tatsache, dass Menschen, Interaktion und Kommunikation im Vordergrund stehen. Neue Produkte entstehen inkrementell und in iterativen Schritten – vor allem aber kollaborativ. Fehler in der Planung sollen frühzeitig erkannt und zeitnah korrigiert werden. Zugleich wird eine andere Fehlerkultur propagiert, die erst einmal ungewöhnlich erscheinen mag. So lautet ein Wichtiger Grundsatz im Design Thinking: „Fail as early and as often as you can”. Menschen die lernen und Neues ausprobieren, machen Fehler. Das ist unvermeidbar. Wichtig ist diese Fehler so früh wie möglich zu machen, Wiederholungen zu vermeiden und mit der gewonnen Erkenntnis noch bessere Produkte zu kreieren. Getragen werden diese neuen Prozesse von Menschen mit einer anderen Vorstellung von Führung und Zusammenarbeit.

Hohe Anforderungen an moderne Führungskräfte

Egal ob Lean oder Agile, gleichgültig ob StartUp oder Konzern – zukunftsfähige Zusammenarbeit erfordert eine hohe Sozialkompetenz und ständige Veränderungsbereitschaft. Moderne Führungskräfte sind mehr Leader als Manager. Gute Kommunikationsfähigkeiten, Coachingskills, Empathie und eine positive Lebenseinstellung werden zu wichtigen Schlüsselkompetenzen. Mitarbeitern auf Augenhöhe zu begegnen und mit ihnen in einer vertrauensvollen Atmosphäre zusammen zu arbeiten, offenbart wichtige persönliche Eigenschaften moderner Führungskräfte.

Das bedeutet nicht, dass Selbstbewusstsein, mentale Stärke und Durchsetzungsfähigkeit nicht mehr notwendig sind. Denn Führung heißt mitunter im Sinne des Wortes voranzugehen und unangenehme Entscheidungen treffen und vertreten zu müssen. Selbstreflektion und Kritikfähigkeit helfen diesen Balanceakt zu meistern.

Wandlungsfähigkeit als Erfolgsfaktor

Die Veränderung etablierter Organisationsstrukturen wird nicht immer verlustfrei oder freiwillig vonstatten gehen. Dabei können Dynamiken ausgelöst werden, denen einzelne Rollen, Abteilungen oder ganze Organisationen zum Opfer fallen.

Mangelnder Wille zum Wandel wird vorhersehbar dafür sorgen, dass ein Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit verliert und wirtschaftlichen Schiffbruch erleidet.

Change-Prozess als Chance

Kann ein Unternehmen die notwendigen Veränderungen erfolgreich schaffen? Davon ist auszugehen. Das hängt letztlich von der Bereitschaft aller Beteiligten ab.

Entscheider können schon heute die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft schaffen. Die eigenen Mitarbeiter und Führungskräfte mit entsprechenden Angeboten aktiv zu unterstützen, ist eine direkte Investition in die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.

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